Hausmittel gegen Muskelkrämpfe – 3 einfache und schnelle Tipps!

Dehnen ist ein altes Hausmittel gegen Muskelkrämpfe

Krämpfe sind das Ergebnis unwillkürlicher Muskelkontraktionen, doch welche Hausmittel gegen Muskelkrämpfe gibt es? Die  Ursachen von Muskelkrämpfen sind aktuell noch nicht ganz genau verstanden. Genauso unklar ist, warum manche Menschen mehr unter ihnen leiden als andere. Es gibt aber ein paar Tipps die man befolgen kann, um Muskelkrämpfe zu bekämpfen. Beispielsweise hilft regelmäßiges Dehnen des zu Krämpfen neigenden Muskels. Dehnungen sollten sowohl im Alltag als auch direkt während des Krampfes durchgeführt werden.

1 Dehne dich und esse eine Banane

Sie müssen den Muskel unter eine gewisse Spannung setzen. So können Sie den Muskel dehnen, sollten aber darauf achten, diesen nicht zu stark zu belasten. Weiterhin scheint der Verzehr von Bananen zu helfen. Dies liegt wohl an dem enthaltenen Kalium, das die Muskelkontraktion erleichtert.

Für Liebhaber süß-bitterer Getränke hilft auch das Trinken eines kleinen Glases Tonic Water. Dieses enthält Chinin, das Muskelkrämpfen entgegen wirkt. Falls Sie vor allem nachts unter Krämpfen leiden, können Se das Glas Tonic Water am Besten vor dem Schlafengehen trinken. Übrigens: Wenn Sie mehr über Muskelkrämpfe im Allgemeinen erfahren möchten, dann schauen Sie doch auch einmal auf Wikipedia zu diesem Thema vorbei.

2 Gurkensaft und Essig als Hausmittel gegen Muskelkrämpfe

Beliebte Mittel gegen Muskelkrämpfe sind Magnesiumpräparate sowie eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr. Studien haben aber gezeigt, dass beides nicht wirklich wirksam ist. Eine Studie aus dem Jahr 2012 legt sogar nahe, dass Magnesium eventuell überhaupt keine große Hilfe gegen Muskelkrämpfe zu sein scheint. Was helfen könnte, ist das Trinken von Essig oder Essiggurkensaft.

Die Salzlake, in die die Gurken oft eingelegt werden (so ungenießbar es auch klingen mag) ist für viele das Hausmittel der Wahl. Vor einem Jahrzehnt ergab eine US-Umfrage unter Sporttrainern, dass 25 Prozent ihren krampfgeplagten Sportlern empfahlen Gurkenwasser zu trinken. Dies veranlasste eine kleine Studie der Brigham Young University in Utah. Die Studie zeigte, dass Krämpfe in den großen Zehen einer Gruppe von Sportlern im Mittel rund 45 Prozent schneller gelöst wurden wenn Gurkensaft getrunken wurde. Die Krämpfe lösten sich dabei 37 Prozent schneller, als wenn die Teilnehmer lediglich mehr Wasser zu sich nahmen.

Die Wissenschaftler vermuten, dass der saure Essig im Gurkensaft die Rezeptoren des Nervensystems aktiviert. Damit unterbricht er das Signal für die Verkrampfung der Muskeln was aktuell Favorit für die Erklärung der Ursachen von Muskelkrämpfe ist. Ein paar Löffel vor dem Training könnten also helfen. Wie Sie sehen ist Ernährung besonders wichtig im Kampf gegen Muskelkrämpfe. Wie Sie sich gesund ernähren  und zu welchen Zeiten Sie essen sollten wenn Sie Sport machen, erfahren Sie in unserem Artikel zum Thema Ernährungszeitpunkte im Sport.

3 Das Tempo beim Training drosseln – Das aktivste Hausmittel gegen Muskelkrämpfe

Wenn Sie vor allem beim Training zu Muskelkrämpfen neigen, könnte es auch daran liegen, dass Sie das Training etwas zu enthusiastisch begonnen haben. Eine Studie der Universität Kapstadt an Läufern und Triathleten ergab, dass Teilnehmer die zu schnell losliefen eher zu trainingsbedingten Krämpfen neigten. Dies ist der Fall, weil die Muskeln schneller ermüden. Durch das Drosseln der Intensität beugen Sie diesem Effekt vor. Nehmen Sie sich im Training also lieber etwas zurück und gehen Sie es langsamer an. Steigern Sie Ihr Trainingspensum langsam und überanstrengen Sie sich nicht. Dies gilt besonders dann, wenn Sie erst mit dem Training anfangen. Auch Ihre Bänder und Sehnen benötigen Zeit um sich an die neue Belastung anzupassen.

Diejenigen die in der Studie am meisten betroffen waren hatten auch eher eine „Krampfvorgeschichte“. Dies deutet darauf hin, dass ein betroffener Muskel anfälliger für erneute Krämpfe ist. Speziell für Läufer bietet es sich an auch laufbegleitendes Training einzubauen. Wie das aussehen kann, erfahren Sie hier in unserem Artikel.

Da die Ursachen von Muskelkrämpfen noch nicht genau geklärt sind, ist eine Aussage zu vollständigen Bekämpfung dieser noch nicht möglich. Allerdings soll Ihnen dieser Artikel ein Leitfaden darstellen, wie Sie sich verhalten können, wenn Sie regelmäßig an den Krämpfen leiden.