Myofasziales Schmerzsyndrom – Ernährung

In unserem Beitrag zur Faszientherapie bei Myofaszialem Schmerzsyndrom schreiben wir über die manualtherapeutischen Möglichkeiten in der Therapie von myofaszialen Schmerzen. Dieser Beitrag Myofasziales Schmerzsyndrom – Ernährung beschäftigt sich primär mit der Frage, wie man die lästigen Muskelschmerzen durch eine gesunde Ernährung bekämpfen kann. Diese Empfehlungen stellen die aktuellen wissenschaftliche Erkenntnisse zur Ernährung bei myofaszialen Schmerzsyndrom dar, sind aber keinesfalls ein Ersatz einer ärztlichen Beratung.

Das myofasziale Schmerzsyndrom

Myofasziale Schmerzen können vielerlei Ursachen haben. Der Schmerz kann entweder von der Skelettmuskulatur kommen oder aber durch das Bindegewebe erzeugt werden, die durch straffe Faszien “eingeklemmt” sind. Außerdem erzeugt in manchen Fällen das beschädigte myofasziale Gewebe selbst den Schmerz, manchmal aber auch ein sogenannter ‘Triggerpunkt’, an dem eine Verklebung der Muskelfasern stattgefunden hat.

In beiden Fällen sorgt die Einschränkung oder Verklebung für einen schlechteren Blutfluss zu den betroffenen Strukturen, wodurch der lokale Schmerz problematischer wird, wenn dieser nicht behandelt wird.

Myofasziales Schmerzsyndrom Ernährung

Um dem myofaszialen Schmerzsyndrom auf systemischer – sprich ganzheitlicher Ebene entgegenzuwirken, bietet sich vor allem zusätzlich zu einer gesunden und ausgewogenen Ernährung das supplementieren von Nahrungsergänzungsmittel an.

Wir haben für Euch die wichtigsten und effektivsten Nahrungsergänzungsmittel für die Linderung des Schmerzsyndroms recherchiert und in diesem Beitrag näher erklärt.

In der Literatur wird in der Ernährung bei myofaszialen Schmerzsyndrom folgende Mikronährstoffe diskutiert:

  • Vitamin B12
  • Folsäure
  • Eisen
  • Vitamin C

Diese stellen wir nun genauer vor und erklären euch, warum jene Mikronährstoffe so wichtig für den menschlichen Körper sind und wie sie wirken. Fangen wir mit dem Vitamin B12 an.

Vitamin B12

Vitamin B12 auch Cobalamin genannt, ist das einzige wasserlösliche Vitamin, das der menschliche Körper über mehrere Jahre speichern kann. Dieser Speichervorgang findet vor allem in der Leber statt. Vitamin B12 ist vor allem reichlich in tierischen Produkten enthalten, weshalb die meisten Veganer dieses regelmäßig supplementieren. Lebensmittel wie Fleisch, Eier und Milch sind wichtige Lieferanten für dieses Vitamin. Alternativ stellen Krautarten wie beispielsweise das Sauerkraut eine gute Vitamin B12 Quelle dar. Doch was macht dieses Vitamin eigentlich und wofür braucht der menschliche Körper diesen Nährstoff?

Zunächst ist Vitamin B12 in der Bildung von roten Blutkörperchen beteiligt. Vor allem im hohen Alter sind Menschen von einer Blutarmut, in den Fachkreisen auch Anämie genannt, betroffen. Außerdem spielt B12 eine wichtige Rolle in dem Aufbau von Nervenzellen sowie in dem Eiweißstoffwechsel.

So klagen Menschen mit einem Vitamin B12 Mangel häufig über Haarausfall, Muskelschwäche, Müdigkeit und Konzentrationsschwäche, sowie Kopfschmerzen und oftmals auch depressiven Verstimmungen.

Im Falle eines myofaszialen Schmerzsyndroms kann es daher wichtig sein, seinen Vitamin 12 Spiegel im Blut untersuchen zu lassen und gegebenenfalls dies unter ärztlicher Absprache in Tablettenform zu supplementieren.

Folsäure

Folsäure, auch bekannt als Vitamin B9 ist ein wasserlösliches Vitamin, welches der menschliche Körper nicht selbst herstellen kann und somit über die Nahrung aufgenommen werden muss. Die Folsäure wird vor allem für die Herstellung der Erbsubstanz benötigt was so viel heißt wie: Es ist zuständig für euer Zellwachstum. Außerdem ist es wie sein Kollege B12 an der Bildung von roten Blutkörperchen, aber auch an der Entwicklung der weißen Blutkörperchen beteiligt.

Der Folsäurespiegel ist besonders bei Menschen mit einer einseitigen Ernährung oft zu niedrig. Außerdem können diverse Darmentzündungen ebenfalls Schuld an einer Mangelerscheinung haben.

Wie auch bei einem Vitamin B12 Mangel, kann zu wenig Folsäure im Blut zu einer Blutarmut führen. Außerdem können Symptome wie Schleimhautentzündungen und Atembeschwerden ursächlich für einen Folsäuremangel sein. Als wäre das nicht schon schlimm genug, können Appetitlosigkeit und Gewichtsverlust, Müdigkeit und Depressionen auch noch auf einer Mangelerscheinung des Vitamin B9 beruhen.

Lebensmittel, die besonders reichhaltig an Folsäure sind, sind alle grünen Gemüsearten wie zum Beispiel Spinat, Blattsalat, Kohl und Gurken. Aber auch Hülsenfrüchte und Nüsse sind eine hervorragende Quelle an Vitamin B9.

Solltet ihr also an einem myofaszialen Schmerzsyndrom leiden, so kann die Ernährung in Form von der Supplementierung an Folsäure ebenfalls in Absprache mit eurem Arzt eine eventuelle Besserung der Symptomatik bedeuten.

Eisen

Eisen ist ein wichtiges Spurenelement in unserem Organismus, das im Körper hauptsächlich am Sauerstofftransport beteiligt ist. Dieses wird nicht von unserem Körper selbstständig produziert und daher einzig und alleine über die Nahrung aufgenommen.

Die Aufgabe des Eisens besteht vor allem in dem Transport des Sauerstoffs im Blut. Von den etwa 2-4 Gramm Eisen in unserem Körper, ist etwa 1/3 davon in Leber und Milz gespeichert. Die anderen 2/3 befinden sich in unserem Blut, und zwar gekoppelt an das Hämoglobin (unsere roten Blutkörperchen).

Hauptsächlich macht sich ein Eisenmangel durch Müdigkeit und Schwindel, blasse Haut und häufig auftretende Kopfschmerzen bemerkbar. Vor allem nach einem größeren Blutverlust (z.B. bei starken Regelblutungen oder großen Wunden) aber auch bei chronischen Entzündungen oder Infektionen kann es zu einem Eisenmangel kommen.

Wenn ihr euren Eisenspeicher auffüllen wollt, eignen sich Haferflocken, Kürbiskerne, Hülsenfrüchte oder auch Leinsamen super dafür. Den größten Eisengehalt aller Lebensmittel beinhaltet allerdings Leber. Auch mageres Fleisch, besonders das Rindfleisch bietet eine hervorragende Eisenquelle im Alltag.

Bei einem Eisenmangel kann dieses auch durch spezielle Tabletten ergänzt werden. Allerdings solltet ihr das auch nicht auf eigene Faust machen und lieber mit eurem Onkel Doc absprechen.

Vitamin C

Vitamin C heißt eigentlich Ascorbinsäure. Dieses Vitamin kommt besonders hoch dosiert in Zitrusfrüchten und Gemüse vor. Als wichtigste Funktion wird dem Vitamin C die Stärkung des Immunsystems zugeschrieben. Auch an der Verstoffwechselung von Eisen ist Vitamin C beteiligt. Neben der Bündelung von freien Radikalen hat Vitamin C noch etliche weitere Aufgaben im Körper. Ebenfalls unterstützt das Vitamin C die Wundheilung bzw. die Bildung von Kollagenfasern. Obwohl es in Industrieländern quasi keinen Vitamin C Mangel gibt, benötigen Raucher, Schwangere und Stillende mehr Vitamin C als andere. Außerdem wird bei der Einnahme von Antibiotika mehr Vitamin C vom Körper verarbeitet. Um die Ernährung bei dem myofaszialen Schmerzsyndrom zu unterstützen, bieten sich Lebensmittel wie Hagebuttenpulver an, die einen enorm hohen Vitamin C Gehalt vorweise.

Best practice in der Therapie des myofaszialen Schmerzsyndroms

Wie schon in unserem Beitrag zur Faszientherapie bei Myofaszialem Schmerzsyndrom ergeben sich eine Vielzahl an Therapiemöglichkeiten in diesem Bereich. Neben der Triggerpunkttherapie und das Umstellen der Ernährung bei myofaszialem Schmerzsyndrom gibt es jedoch andere noch andere Ansätze in der Behandlung wie:

  • Funktionelle Bewegungstherapie/ Krafttraining
  • Gelenk- und nervenspezifische Manualtherapie
  • Kinesiotaping
  • Körperfühlarbeit/somatopsychisches Lernen (wie z.B. Feldenkrais)
  • Muskeltonussenkende und schmerzlindernde Maßnahmen (Massage etc.)
  • Kryotherapie (Kälte- und Kompressionstherapie findest du bei uns im Shop).
  • Myofasziales Schmerzsyndrom – Ernährung anpassen

Generell finden wir von Medical Dude, dass man Erkrankungen als eine ganzheitliche Methodik betrachtet muss. Meistens ist das Zusammenspiel mehrerer Ansätze notwendig, um eine Problematik effektiv und nachhaltig zu therapieren. Wir hoffen der Beitrag Myofasziales Schmerzsyndrom – Ernährung konnte für Euch einen Mehrwert darstellen. Falls ja würden wir uns freuen, wenn ihr uns auf Instagram folgt @medical.dude