Kraft- oder Ausdauertraining um fit zu werden?

Sie kennen es: Sie wollen anfangen zu trainieren, haben jedoch (noch) keinen Plan davon, welches das beste Workout für Sie ist. Dieser Artikel beschäftigt sich mit der Thematik, ob ein Kraft- oder Ausdauertraining das richtige für Sie ist und beschreibt die Effekte von Krafttraining auf Ihren Körper.

Kraft- oder Ausdauertraining?

Während sich das Krafttraining typischerweise auf die Entwicklung des anaeroben Systems und die Steigerung der Kraft konzentriert, beeinflusst das Ausdauertraining die Entwicklung des aeroben Systems, wodurch Sie mehr leisten können bevor Sie ermüden.

Bevor wir uns mit diesen Trainingsmethoden beschäftigen werfen wir einen kurzen Blick auf die beiden Energiesysteme des Körpers.

Anaerobes Energiesystem

Das anaerobe Energiesystem ist das, was Sie bei schnellen, explosiven Bewegungen nutzen, wenn der Körper nicht genug Zeit hat um Sauerstoff durch das aerobe System zu schicken.

Während das anaerobe System extrem schnell und effizient ist, ermüdet es ziemlich schnell. Widerstandstraining ist der beste Weg, um dieses System zu verbessern.

Egal, ob Sie einen schweren Satz Kniebeugen absolvieren oder vor einem Bären fliehen. Anstrengende Aktivitäten die weniger als 30 Sekunden dauern beanspruchen überwiegend Ihr anaerobes System zur Energieversorgung.

Aerobes Energiesystem

Während das anaerobe System die Energie für kurze und explosive Aktivitäten liefert, übernimmt das aerobe System lange und ausdauernde Tätigkeiten.

Das anaerobe System produziert während des kurzen Sprints schnell ATP, die Kraftstoffquelle des Körpers. Wenn das anaerobe System müde wird übernimmt das aerobe System. Das aerobe System braucht jedoch lange, um dem Körper ATP bereitzustellen. Wenn Sie also vorhaben, dieses Energiesystem für das Training zu nutzen, sind Sie an seine Grenzen gebunden.

Stellen Sie sich die beiden Systeme wie zwei Seiten einer Münze vor: Das eine ist schnell, hält aber nur kurze Zeit an. Das Andere ist langsam liefert jedoch  Energie über einen langen Zeitraum.

Ein Ausdauertraining ist somit die Methode, um das aerobe System zu verbessern.

Welche Art von Training sollte ich durchführen?

Die Leute fragen sich oft, welches Training besser ist, Kraft- oder Ausdauertraining? Leider ist das eine etwas schwierige Frage.

Die kurze Antwort: Es hängt davon ab, was Sie mit dem Training erreichen wollen.

Effekte von Krafttraining

Widerstandstraining verbessert das anaerobe System, während es gleichzeitig Ihre Kraft steigert und die Muskelmasse erhöht. Zusätzliche positive Effekte von Krafttraining ist die Verletzungsvorbeugung, Stärkung der Knochen, Verbesserung der Stimmung und Steigerung des Selbstbewusstseins.

Auf der anderen Seite verbessert das Ausdauertraining das aerobe System und ermöglicht Ihnen, länger zu trainieren ohne sich müde zu fühlen. Wenn Ihr Ziel das Abnehmen ist, ist eine Kombination aus beidem oft die beste Lösung für Ihr Vorhaben.

Nicht zu vernachlässigen ist bei diesem Ziel die Ernährung. Hier geht es zu unserem Artikel rund um die Sportlerernährung.

Wenn Ihr Ziel  darin besteht, Ihre Fitness zu verbessern, besteht die Möglichkeit, Kraft- und Ausdauertraining in Ihrem Programm zu kombinieren. Sie können Ihre Kraft steigern, um alltägliche Aktivitäten zu erleichtern.  Gleichzeitige Verbesserung der Ausdauer führt zur höheren Belastbarkeit im Alltag.

Um beides in einem Trainingsprogramm zu vereinbaren, sollten sie jeweils Kraft- und Ausdauertraining einem gesonderten Tag widmen. Beispiele für sogenannte „Splits“ gibt es hier.

Besonders praktisch um sowohl Kraft als auch Ausdauer zu verbessern ist das Training mit dem eigenen Körpergewicht (engl.: bodyweight training). Zu den großen Vorteilen dieser Trainingsform gehören sowohl die Kosten- und Zeitfaktoren als auch die Funktionalität. Beim bodyweight training benötigt man keine teuren Fitnessstudioabonnements – sie können ihr Training überall und ohne teures Zubehör durchführen. Einen tieferen und hilfreichen Einblick zu dem Thema „bodyweight training“ gibt Fitnessexperte Pat von 4yourfitness.com. Zu dem Artikel geht es hier. Viel Spaß beim Lesen!