Migräne Kopfschmerzen

Migräne

Was sind die Symptome einer Migräne?

Migräne Kopfschmerzen haben eine mäßige bis schwere Intensität, die häufig durch ein pochendes Gefühl gekennzeichnet ist. Obwohl sie häufig einseitig sind, können sie jedoch überall am Kopf, am Hals und im Gesicht auftreten. Im schlimmsten Fall sind sie typischerweise mit einer Empfindlichkeit gegenüber Licht und Lärm sowie Gerüchen verbunden. Dabei ist Übelkeit eines der häufigsten Symptome und verschlechtert sich mit der Aktivität, was häufig zu einer Behinderung des Patienten führt.

Migräneschmerzen sind im Gesicht zu spüren, wo sie mit Kopfschmerzen in den Nebenhöhlen verwechselt werden können – oder im Nacken, wo sie mit Arthritis oder Muskelkrämpfen verwechselt werden können. Die Diagnose einer Migräne wird dadurch erschwert, dass die Kopfschmerzen von anderen „sinusähnlichen“ Symptomen begleitet sein können, darunter tränende Augen, verstopfte Nase und ein Gefühl von Gesichtsdruck. Die meisten Patienten, die glauben, Kopfschmerzen in den Nebenhöhlen zu haben, haben tatsächlich Migräne.

Bei bis zu 25 Prozent der Patienten kann dem Migränekopfschmerz eine Aura vorausgehen, ein vorübergehendes neurologisches Syndrom, das langsam fortschreitet und sich dann typischerweise auflöst, sobald der Schmerz beginnt. Während die häufigste Art der Migräne-Aura Sehstörungen (blinkende Lichter, Zickzacke, blinde Flecken) beinhaltet, leiden viele Menschen unter Taubheitsgefühl, Verwirrung, Schwierigkeiten beim Sprechen, Schwindel und anderen neurologischen Symptomen. Bei einigen Patienten können Auren ohne Kopfschmerzen auftreten.

Wie häufig ist Migräne?

Migräne ist bei Frauen etwa dreimal häufiger als bei Männern und kann dabei geschätzt mehr als 12 Prozent der erwachsenen Bevölkerung betreffen. Sie tritt häufig in Familien auf und kann bereits in der Grundschule beginnen, meistens jedoch im frühen Erwachsenenalter. Sie verschwinden oft später im Leben, können aber jederzeit zuschlagen. Migräne ist die häufigste Ursache für wiederkehrende, behindernde Kopfschmerzen. Viele Migränepatienten suchen einen Neurologen auf, jedoch werden die meisten Fälle von Hausärzten behandelt.

Was löst eine Migräne aus?

Zu den Dingen, die das Auftreten von Kopfschmerzen erhöhen können, gehören:

  • Alkohol
  • Wetterwechsel
  • Schlafmangel
  • Dehydration ebenso wie Hunger
  • Bestimmte Lebensmittel
  • Starke Gerüche
  • Nächtliches Zähneknirschen
  • Menstruation

Wie wird Migräne diagnostiziert?

Trotz ihrer dramatischen Symptome ist Migräne fast nie auf ein zugrunde liegendes Problem zurückzuführen. Selbst bei MRT-Untersuchungen des Gehirns sind die Tests meist ohne Resultat. Viele Experten empfehlen, die Bildgebung des Gehirns auch in schweren Fällen nicht durchzuführen, solange die Symptome des Patienten typisch für Migräne sind und eine gründliche neurologische Untersuchung ohne weiteren Befund ist. Da der Zustand meist nicht durch einen Scan oder eine Blutuntersuchung diagnostiziert werden kann, ist die Diagnose „klinisch“ – von einem erfahrenen Arzt gestellt.

Was kann man tun und wie sieht die Behandlung aus?

Migräne, die häufig von neurologischen Symptomen begleitet ist, wird am besten vorbeugend behandelt und das normalerweise mit einer Kombination aus Ernährungsumstellung, Änderungen des Lebensstils und Vitaminen sowie verschreibungspflichtigen Medikamenten. Die meisten vorbeugenden Medikamente werden häufig auch für andere medizinische Zwecke verwendet. Darunter sind u.a Blutdruckmedikamente und Antidepressiva ebenso wie  Epilepsiemedikamente. Einzelne Kopfschmerzattacken werden am besten frühzeitig behandelt, häufig mit einer oder mehreren der folgenden Arten von Medikamenten: Triptane, nichtsteroidale entzündungshemmende Medikamente (NSAR), Antiemetika (gegen Übelkeit) und manchmal Betäubungsmittel oder sogar Steroiden. Viele Menschen haben auch gute Erfahrungen mit der Anwendung von sowohl Alternativmedizin als auch Homöopathie gemacht.

Migräne dauert in der Regel einige Stunden bis einige Tage und spricht gut auf bestimmte Behandlungen an. Bei einigen Patienten ist die Migräne jedoch besonders schwerwiegend und lang anhaltend – und kann sogar chronisch werden und über Wochen, Monate oder sogar Jahre kontinuierlich auftreten. Bei unsachgemäßer Behandlung oder gar ohne Behandlung kann sich intermittierende Migräne schließlich in chronische tägliche Kopfschmerzen verwandeln. Dieser Zustand ist äußerst schwer zu behandeln.

Andere Patienten können aufgrund des übermäßigen Gebrauchs ihrer kurz wirkenden Kopfschmerzmedikamente immer häufiger Kopfschmerzen entwickeln. Sie werden als primäre Kopfschmerzen angesehen, was bedeutet, dass ihnen keine zugrunde liegende Ursache bekannt ist.